In meinen dreissig Jahren als Journalistin ist mir keine Geschichte mehr am Herzen gelegen als diese: Aliyah – ihr Leben und ihr gewaltsamer Tod.
Vor zweieinhalb Jahren hat mir Aliyahs Mutter Fabienne eine E-Mail geschrieben und mir von ihrer Tochter erzählt; wie Aliyah gelebt hat, wie sie mit nur 17 Jahren getötet wurde, was das Tötungsdelikt mit all jenen gemacht hat, die Aliyah nahestanden und die sie zurückgelassen hat. Heute, am 14. Juni 2026, ist nun mein Artikel in der NZZ am Sonntag erschienen. Doch ich wusste vom ersten Moment an, als ich mit Fabienne und ihrem Partner Dave sprach, dass man ihre Stimmen hören muss, dass man den Opfern zuhören soll, um zu verstehen, wie krass ein Tötungsdelikt die Leben der Angehörigen für immer verändert. Ihre Stimmen sind wichtig, weil in unserem Land viel zu oft einzig dem Täter Beachtung geschenkt wird, und die Opfer und ihre Angehörigen in die Nebenrollen verbannt werden.
Darum dieser Podcast. Die Geschichte aus der Perspektive der Opfer. Ich habe den Podcast frei und unabhängig realisiert, weil ich mich eben gerade nicht auf Clicks und Einschaltquote fixieren lassen wollte. Weil dieser Podcast nicht meiner ist – sondern Aliyahs Podcast. Eine Erinnerung an ihr Leben – auf dass ihr Fall nicht vergessen geht. Auch soll er aufrütteln und aufzeigen, wie viele Opfer eine Straftat zurücklässt. Falls auch Ihr findet, dass man den Opfern mehr Gehör verschaffen muss: Ladet den Podcast auf den gängigen Plattformen kostenlos herunter (Apple Podcast, Spotify), hört zu, abonniert ihn, bewertet ihn – sodass er möglichst viele Menschen erreichen kann. Oder hört ihn euch hier an: https://aliyah.transistor.fm
In einer Woche beginnt der Prozess gegen den Täter, der Aliyah umgebracht hat. Fabienne und Dave werden dort sein, solange es für sie auszuhalten ist. Um für Aliyah zu kämpfen.
Weitere Episoden des Podcasts werden laufend aufgeschaltet.
Danke fürs lesen und zuhören.